GREAT-ER ist ein Simulations-System zur Modellierung des Umweltverhaltens von
Stoffen in Fliessgewässern. Modellierung und auch Benutzerschnittstelle sind GIS-basiert.
Im Rahmen des CEFIC Long Range Research Initiative (LRI) Environmental Exposure
Programme wird GREAT-ER II entwickelt. Die Ausschreibung zu diesem Projekt wurde Ende 2001 an das
Konsortium Intevation GmbH und TechniData AG, Markdorf (Deutschland) vergeben.
Das Projekt läuft von April 2002 bis September 2003. Intevation ist
verantwortlich für das Model- und Analyse-System mit zwei graphischen
Benutzerschnittstellen (Desktop- und Web-basiert) so wie für die
Automatisierung der Datenaufbereitung.
Die Entwicklung dieser Komponenten wird geleitet von Frank Koormann
und Jan-Oliver Wagner mit einem Team mit bis zu fünf Mitgliedern.
Ein zweites Team geleitet von Jochen Rominger bei TechniData bearbeitet die
Pakete Datenbank, Administration, API und Repository.
Client-Server Architektur:
Umfangreiche georeferenzierte Modellierung benötigt hohe Rechenleistung.
Die Gesamt-Architektur des entwickelten Systems trägt dem Rechnung und
beinhaltet eine Verteilung der Lasten auf dedizierte Systeme: Arbeitsplatz,
Datenbank- und Computing-Server. Für eine Einzelplatz-Installation können alle
Dienste auc auf einem Rechner gemeinsam laufen.
Unabhängige Desktop-Benutzerschnittstelle: Intevation hat das Freie Software Projekt Thuban initiiert, um für die Desktop-basierte Benutzerschnittstelle eine Plattform-unabhängige Basis zu entwickeln.
Web-basierte Benutzerschnittstelle: Eine zweite Benutzerschnittstelle mit geringer Einstiegshürde in GREAT-ER II ohne weiteren Installationsbedarf wurde in einem Web-basierten Application Framework implementiert.
Flexibles Modell-System: Das GREAT-ER Modell-Konzept hat in den letzten Jahren seine Bedeutung und Anwendbarkeit bestätigt. GREAT-ER II realisiert diese Konzept nun als flexibles Framework, in dem die Teilcomponenten ausgetauscht werden können und dass eine zukünftige Erweiterung von GREAT-ER auf neue Kompartimente erlaubt.